" ...
le cabinet de Berlin, fidèle à la ligne de conduite qu'il
observait à l'égard du Gouvernement français, ne
se prêterait à aucun arrangement qui pût être
tourné contre la France ..."
Graf von Hatzfeldt (1883), zitiert nach Randrianarisoa (1997), S. 62
Mit diesen Worten beruhigte
der damalige Staatsminister und Staatssekretär im Auswärtigen
Amt, Graf Paul von Hatzfeldt-Wildenburg, den französischen
Botschafter in Berlin, bevor die Gesandten des Königreichs
Madagaskar 1883 in Berlin von Kaiser Wilhelm 1. empfangen wurden, um
den deutsch-madagassischen Freundschafts- und Wirtschaftsvertrag zu
unterzeichnen.
Die große
Zurückhaltung, die sich das deutsche Kaiserreich in seinen
Beziehungen zu Madagaskar auferlegte und die es Frankreich
erleichterte, die Große Insel im Indischen Ozean zu einer "chasse
gardée" zu machen, ist lange von der Bundesrepublik Deutschland
als politische Leitlinie beibehalten worden. Deutsche
Regierungsorganisationen haben zwar zeitweise in Madagaskar Projekte
durchgeführt (vgl. Albertin, S. 50ff.); Madagaskar gehörte
jedoch lange nicht zu den Ländern, die im Mittelpunkt der
deutschen Entwicklungspolitik standen. Dieses hat sich in
jüngster Zeit jedoch grundlegend gewandelt. Nach der Wahl einer
neuen Regierung in Madagaskar im Jahre 2002 und dem ausdrücklichen
Ehrgeiz der neuen madagassischen Regierung, das Land aus der Armut
herauszuführen, setzt sich die Bundesrepublik Deutschland
engagiert für Madagaskar ein. Dieses zeigt sich deutlich, indem
ein Deutscher zum engsten Berater des madagassischen Präsidenten
berufen wurde.
Vor diesem Hintergrund
gewinnen die deutschen Nicht-Regierungsorganisationen, deren Interesse
Madagaskar gilt, um so mehr an Bedeutung.
Eine von ihnen, die
Deutsch-Madagassische Gesellschaft e.V., wurde 1983 in Düsseldorf
anläßlich des 100-jährigen Bestehens des oben genannten
Vertrages gegründet.
Zweck des Vereins ist die
Förderung der deutsch-madagassischen Beziehungen auf
persönlichem, kulturellem, wirtschaftlichem und wissenschaftlichem
Gebiet.