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Die Windenergie nutzt Madagaskar natürlich schon ewigen Zeiten.
 
Deutsches Know-how willkommen
 
 
In SANITÄR+HEIZUNGSTECHNIK 8/2004
 
Vom 6. bis 9. Dezember 2004 veranstaltet mit Unterstützung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums und der Weltbank die Deutsch-Madagassische Gesellschaft in Toliara im Süden der Insel im Indischen Ozean die Tagung "Erneuerbare Energie für Madagaskar".
 
Experten aus Deutschland und Madagaskar haben sich vor allen Dingen die Solarenergie, Wasserstoff und Biomasse zu Thema gemacht. 36 private Betriebe, zusätzlich zu den staatlichen Versorgungseinrichtungen, befassen sich im Inselstaat mit Energie. Das Land hat sich 1993 nach dem Zusammenbruch des Ostblocks vom Sozialismus gelöst und hat sich eine demokratische Staatsform gegeben. Seitdem ist die Privatisierung im Gange.
 
Absicht der Regierung ist es unter anderem, die Dörfer vom Holz abzubringen, also das Abholzen der semi-regenerativen Regenwälder einzudämmen und als Alternative die zweite natürliche Ressource, die Solarenergie, zu popularisieren. Man weiß, dass das ein langer Weg ist. Man weiß aber auch, dass zu den Reichtümern Madagaskars die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt zählt. Die anhaltende Rodung der Wälder hätte sowohl für den Menschen wie auch für die Natur und wie für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes katastrophale Folgen.
 
Die Deutsch-Madagassische Gesellschaft als Initiator der Tagung wurde 1983 anlässlich des 100-jährigen Bestehens des 1883 in Berlin unterzeichneten Freundschaftsvertrags zwischen Kaiser Wilhelm I. und den Gesandten der madagassischen Königin Ranavalona III. gegründet. Sie hat bereits zahlreiche praktische Projekte angesetzt und Konzerne wie die Siemens AG, zum Engagement vor der südostafrikanischen Küste bewegt. Die Veranstaltung soll auch dazu beitragen, bilaterale Kontakte zu knüpfen.
 
 
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